Chronische Erkrankungen der Atemwege, wie zum Beispiel das Asthma bronchiale oder die chronische Bronchitis, führen durch ihre Behinderung der Atmung zu einer mehr oder minder starken Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Neben einer vom Lungenfacharzt eingeleiteten Behandlung mit entsprechenden Arzneimitteln besteht für den Betroffenen die Möglichkeit, durch eigene aktive Maßnahmen an der Verbesserung und Stabilisierung seiner Gesundheit aktiv mitzuwirken. Dazu gehören neben einer gesunden Lebensweise auch eine körperliche Konditionierung durch sportliche Aktivitäten.
Wer kann beim Lungensport mitmachen ?
Mitmachen können Patienten mit:
- Asthma bronchiale
- chronischer Bronchitis
- Lungenemphysem
- Lungenfibrose
- Mukoviszidose und
- Zustand nach Lungenoperationen
Jeder sollte sich aber vorher von seinem behandelnden Facharzt untersuchen lassen. Dieser "verordnet" dann die Teilnahme am Lungensport.
Voraussetzungen für die Teilnahme am Lungensport sind
- Antrag auf Förderung von Rehabilitationssport durch den Hausarzt oder Lungenfacharzt
- Genehmigung und Bestätigung des Antrages durch die Krankenkasse des Patienten
- Mitgliedschaft im TSV Immenhausen (Anmeldung über Lungensportgruppe - monatlicher Beitrag 12 € ). Die Mitgliedschaft schließt eine Versicherung mit ein.
Was soll mit Lungensport erreicht werden ?
Lungensport hat nichts mit Leistungssport zu tun; Lungensport will niemanden überfordern. Beim Lungensport sollen:
- Atem- und Entspannungstechniken vermittelt werden
- Ausdauer trainiert werden
- Muskelaufbau gefördert werden
- Muskelkraft gestärkt werden
- Koordination der Bewegungsabläufe verbessert werden
- Dehnungsfähigkeit hergestellt werden
- Entspannungstechniken vermittelt werden
Die Übungen dazu werden dem Alter und dem Schweregrad der Erkrankungen der Gruppenmitglieder angepasst.
Wie geht Lungensport?
Viele Atemwegserkrankte denken, sie müssten sich dem Sport völlig entziehen - aber im Gegenteil, die Leistungsschwäche, die sie an sich feststellen, geht auf den Bewegungsmangel aus Angst, sich zuviel zuzumuten, zurück. Wenn sie also an einem modifizierten "Training" teilnehmen, welches auf ihre Krankheit abgestimmt ist, können sie durchaus Verbesserungen in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit feststellen. Vor allem wird das Herz-Kreislauf-System geschult und die Halte- und Stützmuskulatur gekräftigt. Weitere positive Aspekte, die sich im Alltag auswirken, werden hier nur aufzählend genannt.
- Steigerung der Belastbarkeit und Erhöhung der Leistungsfähigkeit (auf jeder Ebene:
psychisch, physisch, kognitiv)
- Verminderung der Atemnot und Stabilisierung der Erkrankung
- Verbesserung des Allgemeinzustandes
- Erhöhung der Lebensqualität
- Einbindung in eine Gruppe gleichartig Erkrankter und Aufbau neuer Kontakte
- Freude an der Bewegung und Ermutigung sich in der Freizeit selber sportlich zu betätigen
Die Allergie-, Neurodermitis- und Asthmahilfe Hessen hat zusammen mit der Lungenfachklinik Immenhausen und dem TSV Immenhausen eine Lungensportgruppe unter Leitung von Frau Gisela Beckmann ins Leben gerufen.
Ansprechpartner
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